Veggietag – Für die Gesundheit, das Klima und gegen Massentierhaltung
Die GRÜNEN begrüßen die geplante Einführung eines Veggietags in Hannover als wichtigen Schritt hin zu einer ausgewogeneren Ernährung mit mehr Obst und Gemüse, denn in Deutschland wird ein Vielfaches der empfohlenen Menge an Fleisch verzehrt. Dieser massenhafte Fleischkonsum ist nur aufgrund der Massentierhaltung möglich, bei der die Tiere unter qualvollen Bedingungen gehalten werden. Da die Fleischproduktion weltweit 18 Prozent der treibhauswirksamen Gase verursacht, leistet vegetarische Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2 -Ausstoßes.
Der Veggietag ist ein guter Anlass, um Menschen fleischfreie Alternativen vorzustellen und ihnen schmackhafte vegetarische Gerichte anzubieten. 98% der gesamten Fleischprodukte in Deutschland stammen aus Massentierhaltung. Hier werden die Tiere unter engstem Raum zu tausenden qualvoll gehalten. Gegen das dadurch entstehende Leid der Tiere setzt sich die GRÜNE JUGEND ein. Wenn die Menschen beim Veggietag merken, dass man auch ohne Fleisch lecker essen kann und so weniger Fleisch essen, ist dies auch ein Schritt zur Reduzierung des Tierleides. Aus diesen und weiteren Gründen unterstützt die GRÜNE JUGEND Hannover diese Initiative.
Beim Klimaschutz geht es nicht nur um erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Mit vielen kleinen Schritten und guten Ideen kann jeder Einzelne etwas für seine CO2-Bilanz und die Umwelt tun. Auch die bewusste Ernährung trägt dazu bei, dass sich in unserem direkten Lebensumfeld etwas bewegt und die Klimaschutzziele erreicht werden. Deshalb unterstützt die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover die Einladung zum Veggietag!
Wir freuen uns auf den Veggietag
Unser saisonales Obst und Gemüse ist nicht nur vielfältig und lecker – es hat kurze Transportwege hinter sich und ist stets frisch und knackig. Zu wissen wo Lebensmittel herkommen und was in ihnen steckt, macht den Genuss umso größer.
Die Auswahl guter Lebensmittel und ein geringer Fleischkonsum, ist ein riesiger Schritt zur bewussten Ernährung. Nicht nur der eigenen Gesundheit tut es gut, wenn man weniger Fleisch isst: Mehr Tiere würden artgerecht leben, das Klima geschützt und die Arbeitsplätze regionaler Bauern gesichert werden. Jeder Einzelne kann etwas verändern, nämlich sich selbst. Wir freuen uns auf den Veggietag, denn er verbindet Menschen, die ihre Zukunft gemeinschaftlich in die Hand nehmen.
Wir vom Transition Town Hannover e.V. engagieren uns für ein städtisches Leben, in dem gemeinschaftliche Selbstversorgung und genügsamere Produktions- und Konsumgewohnheiten mehr Raum gewinnen. Der Veggietag kann dieses Anliegen mit einer von uns sehr gewünschten Form des Luxus verbinden: dem Luxus eines wahrhaft guten, gesünderen Lebens. In der nachhaltigen Küche geht es nicht um Verzicht, sondern um den Gewinn echter Lebensqualität – ein Ziel, das wir gerne unterstützen!
Wer sich vegetarisch ernährt, kann den Ausstoss von wirksamen CO2 reduzieren und helfen, die Nahrungsmittel gerechter zu verteilen.
Vegetarische Kost ist nicht nur gesund, sie hilft auch, alle Menschen satt zu machen. Anstatt Lebensmittel an Rinder und Schweine zu verfüttern, können davon etliche sonst leere Teller gefüllt werden. Und wer weniger Fleisch ist, kann das eingesparte Geld in Qualitätsfleisch aus artgerechter Tierhaltung investieren.
Das Utopia-Team Hannover möchte mit seinen Aktionen dazu beitragen, den VeggieTag in Hannover bekannter zu machen und die Menschen zum Mitmachen einladen.
Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) unterstützt die Einführung eines fleischlosen Wochentages in und um Hannover sowie deutschlandweit (siehe www.donnerstag-veggietag.de). Wenn alle Einwohner aus der Region Hannover mitmachen, können jährlich über 90.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Darüber hinaus sind Veggietage gut für die eigene Gesundheit, sozial verträglicher und ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz. Lassen Sie sich die Vielfalt vegetarischer Speisen schmecken!
Fleisch braucht Fläche und Fläche wird knapp – deshalb ist ein Veggietag prima!
Jeder Deutsche isst im Schnitt 1 Kilo Fleisch pro Woche. Ein Kongolese – zum Vergleich – isst 100 Gramm. Die Vereinten Nationen rechnen bis 2050 mit einer Verdopplung der globalen Fleischproduktion. Für den hohen Fleischkonsum werden heute schon 36 % der weltweiten Getreideernte und 70% der Sojaernte an Tiere verfüttert. Europa braucht – hauptsächlich für den Futtermittelanbau – 35 Millionen ha Ackerland in anderen Ländern, weil die eigenen Flächen nicht ausreichen. Aus globaler Sicht ist ein fleischloser Tag in der Woche also ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Milliarde Menschen hungern auf der Welt. Weniger Fleisch und damit weniger Flächen für Futtermittel tragen zum Abbau des weltweiten Hungers bei.
„Ich habe die Menschheit unter anderem deshalb bereits aufgegeben, weil Politik und Gesellschaft vielleicht unter viel Geschrei Energiesparbirnen rein gedreht kriegen, aber zu einem wirklich relevanten Klimaschutzbeitrag wie fleischfreier Ernährung nicht in der Lage sind“ James Lovelock, Mitbegründer der Gaia-Hypothese.
Wir vom Wissenschaftsladen Hannover e.V. haben die Menschheit noch nicht aufgegeben und wir freuen uns, zusammen mit allen Akteuren und der hannoverschen Bürgergesellschaft an einem Tag der Woche einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Ein Projekt vom Umweltzentrum Hannover
In Kooperation mit Landeshauptstadt Hannover Lokale Agenda 21 Hannover Region Hannover Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutzim Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft
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